Edel und mit feinem Aroma
Kaffeepflanzen werden rund um den Äquator angebaut. Genauer gesagt, zwischen dem 23. Grad nördlicher und dem 25. Grad südlicher Breite. Der immergrüne Kaffeebaum mit seinen weißen, leicht nach Jasmin duftenden Blüten, wächst leicht bis zu 10 Meter hoch, wird aber in Kaffeeplantagen, um Pflege und Ernte zu erleichtern, ständig zurück geschnitten. Der Standort der Pflanzen wie die Kaffeesorte haben den stärksten Einfluss auf den Geschmack.
Die Kaffeepflanzen sind empfindlich, brauchen intensive Pflege und optimale Wachstumsbedingungen. Deshalb gelten sie als Primadonnen unter den Nutzpflanzen. Innerhalb dieser Pflanzengruppe sind nur zwei Sorten weltweit von Bedeutung, die völlig verschiedene Kaffees ergeben: Arabica und Robusta.
Coffea arabica, im Handel kurz Arabica genannt, ist am stärksten verbreitet und macht drei Viertel der Weltkaffeeproduktion aus. Ihre Urheimat ist Äthiopien. Arabica-Pflanzen wachsen ausschließlich auf Berghängen in Höhen von 900 bis etwa 1800 Meter. Und nur diese extremen Höhenlagen bringen das komplexe Aroma hervor. Kaffeebohnen, die in über 1200 Meter Höhe wachsen, werden mit „SHB (Strictly Hart Bean)“ gekennzeichnet, eine Klassifizierung für eine besonders hochwertige Qualität.
In den vielen Anbauländern haben sich hunderte Varianten der Arabica-Sorte entwickelt. Wie zum Beispiel Mundo Novo, Cattura, Catuai, Tipica, Kent sowie Bourbon und Yellow Bourbon. Teilweise entstanden durch Zufall auf natürlichem Weg, meist jedoch gezielt in Baumschulen gezüchtet.
Die Arabica ist die elegantere der beiden Kaffeesorten. Arabicas duften stark, ihr ausgeprägter Geschmack ist vielschichtig und fein, die Bohnen haben eine angenehm fruchtige Säure. Deshalb sind sie besonders in Nordeuropa beliebt.
Spitzenkaffees schmecken natürlich auch sortenrein vorzüglich. Doch durch die Kombination von Kaffeesorten verschiedener Herkunftsländer und durch das Mischen von Arabica- und Robusta-Kaffees können sich in einer Cuvée Aromenvielfalt und Harmonie aufs Feinste ergänzen.